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Wohnhaus des „Kannibalen von Rotenburg“ in Vollbrand

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Rotenburg an der Fulda – Am frühen Montagmorgen wurden die Feuerwehren aus Rotenburg und Umgebung gegen 3.20 Uhr zu einem Wohnhausbrand in Wüstefeld alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte an der Einsatzstelle fanden sie ein im Vollbrand stehendes Gutshaus vor. Bei dem Objekt handelt es sich um das leerstehende Haus von Armin Meiwes, besser bekannt als „Kannibale von Rotenburg“ der seit 2001 in Haft ist. Anwohner scheinen fast erleichtert zu sein, dass die ewigen Störungen von Menschen, die einmal das Haus sehen wollten, nun endlich aufhört. Sie befürchten aber, dass nun eine neue „Pilgerstätte“ zum abgebrannten Kannibalenhaus entstanden ist. Aus mehreren Rohren und über eine Drehleiter waren etwa 80 Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beschäftigt. Eine Seite des Hauses stürzte bereits während der Löscharbeiten ein. Aus Sicherheitsgründen soll das gesamte Gebäude, es handelt sich um ein altes Fachwerkhaus, mit Baggern eingerissen werden.

Nur noch ein Haufen Schutt und Asche sind am Montagmorgen nach dem Feuer übriggeblieben. Fast alle Decken und Wände des ehemaligen Gutshauses, in dem Armin Meiwes vor über 20 Jahren seine Gräueltat verübte, sind eingestürzt. Eine Wand begrub beim Einsturz noch ein Auto unter sich. Gespenstisch breitet sich teilweise ein Schaumteppich über das Gelände, da die Feuerwehr einen Keller mit Schaum fluten musste um Brandnester abzulöschen. „Das Haus noch zu betreten, war wegen der akuten Einsturzgefahr nicht mehr möglich“, sagte Einsatzleiter Jörg Fleischhut und ergänzte „viel zu gefährlich“. Die Ruine soll nun zeitnah abgerissen werden. Um neun Uhr waren die Löscharbeiten abgeschlossen und nur noch eine dicke, weiße Qualmwolke über der Brandstelle war stummer Zeuge des nächtlichen Einsatzes. Die Höhe des Sachschadens wird von der Polizei auf einen sechsstelligen Betrag im unteren Bereich geschätzt. Das Elternhaus des „Kannibalen von Rotenburg“ ist nun Geschichte und die Bewohner von Wüstefeld hoffen, dass nun nach 20 Jahren mit endlosen Störungen durch neugierige Touristen von überall her endlich wieder Ruhe im Ort eintreten wird.

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