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Brandstiftung – Tapetenfabrik bei Marburg in Vollbrand

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Marburg/Kirchhain – Zu einem Großbrand in der Marburger Tapetenfabrik der vermutlich einen Millionenschaden angerichtet hat, kam es am Sonntag gegen 11.40 Uhr in Kirchhain im Landkreis Marburg Biedenkopf. Aus zunächst nicht geklärter Ursache brach das Feuer in einer angebauten Halle aus, in der unter anderem teuere Maschinen stehen.

Ein leitender Mitarbeiter sagte zu Hessennews, in der Halle stehen Maschinen die zum Teil Millionen kosten. Ganz besonders schlimm traf es die Maschinenhalle, denn ein Statiker musste feststellen, dass das Gebäude massiv einstürzgefährdet ist. Für die Feuerwehr eine klare Ansage, fünf Meter Sicherheitsabstand und niemand betritt mehr das Gebäude. Die Ermittlungen der Polizei führten schnell zu einem 21-jährigen Mann aus Giessen, der im nahe gelegenen Amöneburg in einen Edeka Markt eingebrochen war. Dort wurde er durch Zufall von einem Marktleiter entdeckt der ihn festhielt, bis die Polizei eintraf. Sehr schnell stellte sich heraus, dass der junge Mann auch etwas mit dem Brand in der Tapetenfabrik zu tun haben musste, wenig später kam dann sein Geständnis.

Auf Grund der starken Rauchentwicklung und der sehr ungünstigen Windrichtung zog der Rauch auch in Richtung der angrenzenden Wohnhäuser, sodass die Polizei Rundfunkwarnmeldungen heraus geben musste. Nachdem die Feuerwehr jedoch erste Messungen der Luft vorgenommen hatte, war schnell klar, die Menschen müssen evakuiert werden. Hohe Kohlenmonoxid und Salzsäure Anteile waren der Luft beigemischt, ein eindeutiges Zeichen, hier muss sofort gehandelt werden. Insgesamt mussten 11 Personen evakuiert werden, fünf weitere Familienangehörige kamen hinzu und wurden von der Feuerwehr betreut. Die 16-köpfige türkische Familie Yigit die das Haus direkt gegenüber des Brandobjektes bewohnt, wurde in dem nahe gelegenen Feuerwehrstutzpunkt vorerst untergebracht. Gegen 11.00 Uhr fiel den Anwohnern auf, dass es plötzlich dunkel wurde und dichte Rauchschwaden am Haus vorbei zogen. Schnell kam Panik auf, denn nur zu gut wissen die Anwohner was in dem Werk alles gelagert wird. Familie Bräuer kam gerade aus dem Skiurlaub nach Hause und hatte massive Probleme durch die enormen Absperrmaßnahmen Ihr Haus überhaupt zu erreichen. Seit 20 Jahren wohnen sie nun schon in direkter Nachbarschaft,  drei Bände haben sie schon erlebt, dennoch fühlen Sie sich sicher. Über 240 Einsatzkräfte wären nötig um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Am Nachmittag hatte die Feuerwehr dann das Feuer endlich unter Kontrolle. Gegen 17.00 Uhr gab die Feuerwehr dann die Meldung „Feuer aus“ bekannt. Warum der Mann das Feuer gelegt hat, konnte uns die Polizei noch nicht mitteilen. Bis zum späten Abend ergaben sich im Rahmen der Ermittlungen weitere Anhaltspunkte die die Aussagen des Mannes bestätigten. Die Ermittlungen dauern an.

Fotostrecke: (c) Hessennews TV

 

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Ungefähre Lage der Einsatzstelle
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