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Waldkappel: Eisenstangen im Blumenbeet sollten Hunde fernhalten

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Waldkappel – Was im nordhessischen Waldkappel bis vergangenen Dienstag gegen Hundebesitzer und ihre Vierbeiner vor sich ging, darüber kann man nur mit dem Kopf schütteln. Zunächst Unbekannte griffen in dem kleinen Städtchen im Werra Meißner Kreis eigenständig zu radikalen Mitteln gegen Hundehinterlassenschaften. In mindesten einem Fall fand man in einer bepflanzen Baumscheibe gleich 15 in die Erde eingelassene und zum Teil durch Blumen verdeckte Eisenstangen, dessen scharfe Spitze nach oben gerichtet war.

Erst durch die Recherchen von Hessennews.TV kam heraus, dass diese Stangen direkt gegen Tiere gerichtet waren. Bürgermeister Reiner Adam ist verärgert das sich die Bürger nicht sofort an Ihn gewand haben. Dann hätten wir natürlich sofort reagiert, denn Eisenstangen in einem Blumenbeet geht überhaupt nicht. Natürlich befinden sich die Eisenstangen direkt am Rathaus Parkplatz, jedoch durch die Rostfarbe der Stangen sind sie nur schlecht zu erkennen und wohl übersehen worden, so der Bürgermeister. Nach Ansicht einiger Einwohner lassen Waldkappels Hundebesitzer ihre treuen Wegbegleiter gerne mal ihr Geschäft in den hübsch dekorierten Beeten verrichten. Unangenehm wird es dann natürlich für die Blumenpfleger, wenn die Hinterlassenschaften der Vierbeiner durch ihre Besitzer nicht entfernt werden. Die ehrenamtlichen Pfleger sind genervt und wenden sich an die Stadt. Hier reagiert man sofort und lässt die besagten Schilder für die Beete drucken und aufstellen. Leider führt auch diese Maßnahme nicht zu gewünschten Erfolg, was die Rentnerin Frau B. zu einer völlig unüberlegten Handlung führt. In einer Nacht und Nebelaktion steckt sie die Eisenstangen in das Beet vor dem Rathaus und hofft so, die Tiere daran zu hindern hier Ihr Geschäft zu verrichten.

Die Frau stellt sich auch einem Interview, zeigt jedoch keinerlei Einsicht. Verständnis könnte man zeigen, bedenkt man, dass die Blumenbeete in ehrenamtlicher Tätigkeit und teils sogar aus eigenen, auch finanziellen Mitteln, hergerichtet werden. Ob das aber diese radikale Maßnahme rechtfertigt, wir glauben eher nicht. Nicht auszudenken, wenn hier ein Mensch stürzt und sich an den spitzen Stangen verletzt. Fakt ist jedoch, dass es seit der Beschilderung durch den Magistrat bereits besser geworden ist. Auch Waldkappels Tierliebhaber zeigen sich über diese radikale Maßnahme sehr verärgert und können den Frust mancher Menschen nicht verstehen. Hundebesitzerin Manuela Konrad versicherte, „wir haben immer Tüten dabei, um die Hinterlassenschaften unserer Hunde zu entfernen“, was und auch der Bürgermeister im Interview bestätigte. Erklärungen warum es dennoch manchem Herrchen egal ist, sucht man im Rathaus vergebens. Glücklicherweise seien es aber nur wenige die sich nicht daran hielten. Über die Gefahr, welche von den Stangen ausgingen, war sich die Bewohnerin sicher nicht im Klaren. Die Mitarbeiter im Rathaus indes schon. In einer völlig unkomplizierten und spontanen Aktion wurden die Eisenstangen durch den innendienstlichen Vertreter des Rathaus-Chefs unverzüglich und restlos entfernt. Damit können Hunde und ihre Herrchen wieder gefahrlos ihre Runden durch das kleine Uhlenfänger-Städtchen drehen. In Zukunft natürlich nur noch mit Tütchen.

Zu diesem Beitrag steht Bild- und Videomaterial zur Verfügung welches hier erworben werden kann.

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Fotostrecke: © 2017 by Hessennews TV

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