kuenstler 26042016
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Falsch oder Fälscher

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Harz – Es wird ihm nachgesagt, er sei einer der größten Fälscher aus dem Harz. Seine Motive? Leidenschaft zur Kunst, die Liebe zur Malerei und die besondere Freude Kritiker und Betrachter mit einer leichten brise Ironie zu verunsichern. Sein Name, Bernd Schobeß.

Der Künstler aus dem Harzer Bad Suderode provoziert gerne mit seinen Werken, welche teils von Edouard Manets, Salvador Dali, Caspar David Friedrich und weiteren bekannten Namen wie Vincent van Gogh oder auch Antoine Watteau stammen. Dabei würfelt er vertraute Ansichten durcheinander und verfremdet bekannte Werke in dem er Bilder teils neu kombiniert. Überhaupt wagt sich der ehemalige Gymnasiallehrer und Kunstpreisträger der Stadt Quedlinburg so einiges und unterstreicht mit seiner Malerei sein teils provokantes handeln. So scheut sich der heute 71 Jährige nicht davor selbst ganze Stil- und Zeitepochen verschmelzen zu lassen. Ungewöhnlich und eigentlich schon charmant scheint zudem die Idee der Selbstinszenierung zu sein. „Bei einem Bild schaue ich Rembrandt über die Schulter“, erzählt der Mann, der Südfrankreich schon fast als seine zweite Heimat sieht. Seine Leidenschaft, welche in frühen Kindesjahren mit Zeichnungen begann, kann man ab sofort bis ende Juli im beschaulichen Bergfreiheit bewundern. Im dortigen Gasthaus zum Urfftal sind Schobeß Werke ausgestellt sein. „Dem Zufall ist eigentlich zu verdanken, dass wir ihn und seine Kunstwerke in einem Urlaub im Harz kennenlernten…“, erzählt Rolf Brockmeyer, der in seinem Gasthaus regelmäßig Ausstellungen bekannter und weniger bekannter Künstler zu bieten hat. Der Harzer Künstler stellte über die Jahre hin seine Werke in Ausstellungen von Bad Karlshafen bis Dänemark aus. „Und warum dann nicht auch mal hier im Schneewittchendorf“, so Brockmeyer.

Text & Bild: Marc Pudenz / Hessennews.TV

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