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Geld war verhext – „Wunderheilerin“ ergaunerte mehrere Tausend Euro

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Korbach – Eine 32-jährige Frau aus Baunatal wurde am Montagmittag um 13.30 Uhr Opfer einer angeblichen Wunderheilerin. Ihr Aberglauben musste die Geschädigte teuer bezahlen. Sie verlor mehrere Tausend Euro.

Die 32-Jährige wurde von der angeblichen Wunderheilerin vor einer Drogerie angesprochen. Die Frau gab sich in russischer Sprache als Wunderheilerin aus und prophezeite, dass die Eltern der Geschädigten bald sterben und sie selber an Brustkrebs erkranken würde, weil sie verhext sei. Auch ihr Bargeld sei verhext. Als Therapie schlug die Wunderheilerin ihrem Opfer vor, das Geld zu reinigen und sie von ihrem Fluch zu befreien. Mit allerlei Zaubertricks verstärkte sie ihre Worte noch, so dass die Geschädigte ihr schließlich glaubte und ihre gesamten Ersparnisse holte. Am Alten Friedhof in der Twistestraße tauschte die angebliche Wunderheilerin das Geld bei einer „Reinigungszeremonie“ aus, ohne das die Geschädigte dies bemerkte. Die Betrügerin wickelte die Scheine in Tücher ein. Nach der Zeremonie übergab sie das Geld der Geschädigten im Tuch und riet ihr, es drei Tage zu Hause unters Kopfkissen zu legen. Zu Hause wurde allerdings der Ehemann der Geschädigten misstrauisch und schaute nach. Die gesamten Ersparnisse waren in wertlose Papierschnipsel ausgetauscht worden.

Die angebliche Wunderheilerin ist ca. 170 cm groß und kräftig gebaut. Sie ist zwischen 45-50 Jahr alt, hat dunkelblonde Haare mit einem sehr kurzen Pony. Sie sprach russisch. Ihr Gesicht war schmal, lange Nase, schmale Lippen und ein Muttermal unterhalb der Lippe. Die Frau ist Brillenträgerin. Bekleidet war sie mit einen schwarzen Mantel mit Pelzeinlagen. Die angebliche Wunderheilerin war in Begleitung einer zweiten Frau, die sich als Kundin der Wunderheilerin ausgab. Diese Frau ist etwa 150 cm groß mit kräftiger Figur und breitem Gesicht. Sie ist etwa 60 Jahre alt. Sie sprach ebenfalls russisch und war mit einer schwarzen Hose und einer grauen Knielangen Jacke bekleidet.

Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen. Hinweise bitte an die Polizeistation Bad Arolsen, Tel.: 05691-9799-0; oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.

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Symbolfoto: © 2015 by Hessennews TV

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