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Diensthunde beim jährlichen „TÜV“ – „Das ´Aus´ ist das Wichtigste“

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Friedberg – Einmal im Jahr ist es soweit, die routinemäßige Leistungsüberprüfung der Polizei-Diensthunde steht an. Da müssen Herrchen / Frauchen und ihre Hunde zeigen, dass sie noch fit für den täglichen Dienst sind und den strengen Anforderungen der Prüfungsordnung genügen.

„Das ´Aus´ ist das Wichtigste und gleichzeitig das Schwerste was die Hunde jederzeit abrufbar können müssen“, erklärt Polizeioberkommissarin Katrin Gawenda. Dieses Mal ist sie die einzige Frau im Team der Hundeführer der Polizeidirektion Wetterau. Crisu heißt der tierische Partner an ihrer Seite. Gemeinsam üben sie das Sichern einer Absperrung. Und das dabei voller Körpereinsatz erforderlich ist, wird sofort klar. Als eine Gruppe von Störern die simulierte Absperrung durchbrechen will, löst sie den Maulkorb von Crisu, der nun bellend in die Leine springt und so verhindert dass die Störer weitergehen. Der nasse Boden ist dabei so rutschig und Crisu so ehrgeizig, dass sein Frauchen zu Fall kommt und so ihren Hund vom Boden aus weiter kontrollieren muss. Das Alles geschieht unter den Augen ihres Ausbildungsleiters, Polizeioberkommissar Klaus Rauber. Er gibt Anweisungen, Ratschläge und Tipps, damit die Übungen gelingen und die Sicherheit seiner Kolleginnen und Kollegen gewährleistet bleibt. Denn so ganz ohne sind die Übungen nicht. Auch wenn es für die Polizisten nur ein Training ist, für die Hunde ist es immer ernst.

Und so muss auch Polizeioberkommissar Torsten Krieger auf der Hut sein, als sein Kollege Diensthund Graf auf ihn loslässt. Mit einem Stock springt Torsten Krieger aus einem Versteck und simuliert so einen Angriff auf Polizeioberkommissar Peter Bamberger mit seinem Hund. Letzter verteidigt sein Herrchen sofort, verbellt den Angreifer und beißt schließlich zu, als er die Erlaubnis dazu erhält. „Aus“, ruft Peter Bamberger anschließend laut. Graf lässt den Arm seines menschlichen Kontrahenten los und legt sich brav, aber mit voller Anspannung vor ihm ab, in „Lauerstellung“, denn der Feind könnte ja jederzeit wieder auf sein Herrchen losgehen. Alle zwei Wochen üben die Hundeführer mit ihren Tieren gemeinsam, nahezu täglich im Alltag – auch in ihrer Freizeit. Denn die Hunde müssen fit sein. Auch wenn Tiere und Halter jährlich überprüft werden, ob sie noch alle notwendigen Fähigkeit im Schutzdienst und der Unterordnung beherrschen, so ist es doch am wichtigsten, dass die Tiere im Dienst die Leistungen abrufen können. Die Dursuchung eines Wohnhauses oder Supermarktes nach Einbrechern, die Verfolgung von flüchtigen Straftätern und der Schutz der Hundeführer und ihrer Kollegen in gefahrenträchtigen Einsatzsituationen, stehen dabei im Vordergrund. Die gute Nachricht: Die Wetterauer Diensthunde sind fit. Crizu, Graf und Luuk können weiter mit ihren menschlichen Kollegen auf Streife gehen, sie haben ihren jährlichen TÜV in Form des Leistungsstandes erfolgreich bewältigt.

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Foto: © Polizei

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