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Baustelle: Neue Brücke in Obervellmar | Video

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Vellmar – In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden in Obervellmar in der Bahnhofstrasse fünf neue Brückenteile mit zwei 500 Tonnen Kränen eingehoben. Rund 33 Meter lang, 2,50 Meter breit und ein Gewicht von knapp 50 Tonnen sind die Abmaße eines Brückenelementes.

Bevor jedoch überhaupt daran gedacht werden kann die Teile einzubauen, mussten die Planer zunächst einmal eine Genehmigung bei der Bahn einholen. Planmäßig gegen 0.45 Uhr bewegte sich das erste und auch wichtigste Brückenelement in die Luft. Dieses erste Bauteil muss perfekt und mit Präzision in die richtige Position gebracht werden, denn hieran richten sich alle anderen Teile aus. Viel Geschick und Erfahrung müssen die beiden Kranfahrer mitbringen, denn hier geht es um Millimeterarbeit. Sehr schnell und präzise ist das erste Element an der richtigen Position angelangt. Ausrichten, gegen umkippen sichern und schon bewegt sich der zweite Koloss in die Luft und sitzt kurze Zeit später an Ort und Stelle. Sofort beginnen die Arbeiter damit die beiden Bauteile zu verbinden. Schweißnähte und Schaubverbindungen sorgen dafür, dass die beiden ersten Teile nicht mehr kippen können.
vellmar bruecke 2 19102014Jetzt ist eine kurze Pause angesagt, denn zwei Züge passieren noch den Bahnhof, danach ist die Strecke bis um 6.40 Uhr frei. Nur wenn die Hochspannungsleitungen die sich direkt unter der Brücke befinden stromlos geschaltet sind, ist eine Arbeit an dem neuen Bauwerk möglich. Noch während die Arbeiten im vollen Gange sind, setzt sich auch schon das dritte und ganz rechte Bauelement in Bewegung. Es ist rund fünf Tonnen schwerer und verfügt schon über ein Geländer zur Seitenbegrenzung. Wenn alle fünf Elemente zusammengefügt sind, werden Verschalungen angebracht, weitere Stahlstreben eingebaut und anschließend mit Beton zu einem festen Stück vergossen. Im Gegensatz zu vielen anderen Brücken handelt es sich hier um ein starres Bauwerk, welches nicht beweglich ist. Nach Abschluss der Arbeiten kann der Verkehr wieder über die Behelfsbrücke fahren. Das 2,8 Millionen Euro teure Projekt löste die marode gewordene Brücke aus dem Jahr 1963 ab.

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