Kassel – Ein älterer Rauhaardackel ist am Dienstagabend im Kasseler Hauptbahnhof offenbar ausgesetzt worden. Gegen 21:20 Uhr wurde der Bundespolizeiinspektion Kassel ein herrenloser Hund gemeldet. Eine Streife entdeckte das Tier anschließend in der Bahnhofshalle. Der Hund war unter einer Bank mit einer kurzen Leine angebunden und mit zwei Decken zugedeckt. Neben ihm standen mehrere Packungen Nassfutter und Leckerlis.
Da die Umstände darauf hindeuteten, dass der Hund bewusst zurückgelassen worden war, wertete die Bundespolizei die Videoaufzeichnungen des Hauptbahnhofs aus. Dabei erhärtete sich der Verdacht einer Aussetzung. Auf den Aufnahmen konnte ein tatverdächtiges Pärchen festgestellt werden. Die weibliche Person wurde von einer eingesetzten Streife zweifelsfrei identifiziert. Sie ist den Behörden bereits polizeilich bekannt. Eine Überprüfung des Hundes mit einem Chiplesegerät durch Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen verlief zunächst ohne Ergebnis. Da zunächst keine andere Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung stand, wurde der Hund über Nacht auf der Bundespolizeidienststelle versorgt und betreut. Am Mittwoch konnte das Tier an die zuständige Stelle übergeben werden. Gegen das Pärchen wird nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen tierschutzrechtliche Vorschriften ermittelt.
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