Frankfurt am Main – Eine riskante Verfolgungsfahrt über mehr als 80 Kilometer hat am gestrigen Abend mit der Festnahme zweier Jugendlicher geendet. Ein 16-Jähriger war mit einem VW Polo vor der Polizei geflüchtet. Sein 17-jähriger Beifahrer befand sich ebenfalls im Fahrzeug. Bei der Flucht durch Frankfurt und über die Autobahn kam es zu mehreren gefährlichen Verkehrssituationen. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.
Gegen 20:25 Uhr wollte eine Polizeistreife den VW Polo in der Moselstraße in Frankfurt kontrollieren. Der Fahrer ignorierte jedoch die Anhaltesignale und beschleunigte. Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit flüchtete er zunächst durch das Stadtgebiet und anschließend auf die Autobahn 3. Während der Verfolgung missachtete der Fahrer zahlreiche Verkehrsregeln und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer. Auf der A3 versuchte ein Streifenwagen, sich vor den flüchtenden VW zu setzen. Der Fahrer lenkte jedoch in Richtung des Polizeifahrzeugs. Nur durch eine schnelle Reaktion konnte ein Zusammenstoß verhindert werden. Mehrere Versuche, den Wagen zu stoppen, scheiterten zunächst. Zeitweise setzte der Fahrer seine Flucht über einen Grünstreifen neben der Autobahn fort, um andere Fahrzeuge zu umfahren.
16-Jähriger und Beifahrer festgenommen
Die Verfolgungsfahrt führte über die A3 bis nach Rheinland-Pfalz. Dort bereiteten Polizeikräfte aus Montabaur im Bereich einer Baustelle eine Sperre vor. Der flüchtende VW wechselte auf den Standstreifen und streifte beim Vorbeifahren ein Baustellenfahrzeug. Als der Wagen die Sperre erreichte, verlangsamte der Fahrer und versuchte, ihr durch einen Fahrstreifenwechsel auszuweichen. Als sich Polizeibeamte dem Fahrzeug näherten, versuchte der 16-Jährige, sich durch Rückwärtsfahren der Kontrolle zu entziehen. Gegen 21:10 Uhr konnten die Einsatzkräfte schließlich beide Insassen festnehmen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 16-jährigen Fahrer und seinen 17-jährigen Beifahrer aus Nordrhein-Westfalen. Der Fahrer besitzt keine gültige Fahrerlaubnis. Gegen ihn wird unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.
Die gefährliche Flucht endete nach mehr als 80 Kilometern. Personen wurden dabei nach bisherigem Kenntnisstand nicht verletzt.
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