Kassel – Vom kleinen Weihnachtsbaum zum stattlichen Mittelpunkt der Kasseler Innenstadt: „Konrad – der Kühne“ heißt der diesjährige Weihnachtsbaum des Kasseler Märchenweihnachtsmarktes. Die rund 12 bis 14 Meter hohe Blaufichte stammt aus Twistetal-Mühlhausen im Landkreis Waldeck-Frankenberg und wurde am frühen Samstagmorgen auf dem Königsplatz aufgestellt. Dabei begann ihre Geschichte vor 34 Jahren ganz bescheiden. Im Jahr 1992 stand die damals etwa einen Meter große Fichte zunächst als Weihnachtsbaum im Wohnzimmer der Familie Knebel. Nach den Feiertagen wurde sie im heimischen Garten eingepflanzt und durfte dort über Jahrzehnte wachsen. Am Freitag wurde der Baum gefällt. Anschließend trat die Blaufichte ihre Reise nach Kassel an.
Ein Name passend zum Märchen
Seinen Namen verdankte der Baum dem diesjährigen Märchenmotiv des Weihnachtsmarktes: „Das tapfere Schneiderlein“ der Brüder Grimm. Mit „Konrad – der Kühne“ griff Kassel die Eigenschaften des Märchenhelden auf, der mit Mut, Klugheit und Einfallsreichtum selbst große Herausforderungen meisterte. Auch der berühmte Ausspruch „Sieben auf einen Streich!“ durfte dabei nicht fehlen. Wie das tapfere Schneiderlein steht Konrad sinnbildlich für Mut und Entschlossenheit – Eigenschaften, die perfekt zum diesjährigen Märchenmotto passten.
Ein Stück Nordhessen im Herzen Kassels
Gespendet wurde die Blaufichte von der Familie Knebel aus Twistetal-Mühlhausen. Damit blieb Kassel seiner Tradition treu, den Weihnachtsbaum für den Märchenweihnachtsmarkt aus der Region zu beziehen. Nach seiner Ankunft auf dem Königsplatz wird Konrad in den nächsten Tagen weiter zugeschnitten und für seinen großen Auftritt vorbereitet. Anschließend erhielt er seinen festlichen Schmuck und die Beleuchtung. Vom 23. November bis zum 30. Dezember 2026 bildete er einen der zentralen Blickpunkte des Kasseler Märchenweihnachtsmarktes. So wurde aus einem einst kleinen Weihnachtsbaum aus einem nordhessischen Garten ein stattlicher Mittelpunkt der Kasseler Adventszeit.
Foto/Fotostrecke: © 2026 - Hessennews TV / Mike Heideck















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