Fast 95 Prozent der Fahrzeuge beanstandet: 18 Fahrverbote nach Lkw-Großkontrolle auf A7
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Fast 95 Prozent der Fahrzeuge beanstandet: 18 Fahrverbote nach Lkw-Großkontrolle auf A7

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Kassel – Bei einer umfangreichen Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs an der Tank- und Rastanlage Kassel-Ost haben Polizeibeamte zahlreiche Verstöße festgestellt. Von 34 überprüften Fahrzeugen aus acht Nationen wiesen 32 Mängel auf. In 18 Fällen untersagten die Einsatzkräfte die Weiterfahrt, bis die festgestellten Sicherheitsmängel behoben waren. Die Kontrolle fand am Dienstagabend zwischen 18 und 2 Uhr statt. Organisiert wurde sie von der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Nordhessen. Unterstützt wurden die Beamten von Einsatzkräften mehrerer hessischer Polizeipräsidien und aus Niedersachsen sowie zahlreichen Fachbehörden und Kontrollinstitutionen. Im Mittelpunkt der Maßnahmen standen die Ladungssicherung, die Beförderung gefährlicher Güter sowie die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten im Straßenverkehr.

Mängel bei Ladung und Gefahrgut
Besonders häufig beanstandeten die Einsatzkräfte eine unzureichende Ladungssicherung. Bei 16 Fahrzeugen war die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert. In sechs Fällen stellten die Beamten zusätzlich Verstöße gegen die Gefahrgutvorschriften fest. Auf einem polnischen Kleintransporter wurde ein Behälter mit Dieselkraftstoff ungesichert und ohne vorgeschriebene Kennzeichnung transportiert. Bei einem spanischen Fahrzeug waren mehrere Fässer mit Farbe und Epoxidharz verrutscht, weil sie nicht ausreichend gesichert worden waren. Für einen weiteren Einsatz sorgte ein polnischer Autotransporter. Aus einem liegend transportierten Kanister trat Dieselkraftstoff aus und gelangte über die Ladefläche auf den Rastplatz. Das Technische Hilfswerk (THW) band den ausgelaufenen Kraftstoff fachgerecht ab und verhinderte damit, dass dieser in das Grundwasser gelangen konnte. Auch ein Großraumtransport aus der Türkei fiel bei der Kontrolle auf. Das Fahrzeug war mit überbreiter Ladung unterwegs, ohne über die notwendige Genehmigung zu verfügen. Die Beamten erhoben in diesem Fall eine Sicherheitsleistung von 3.650 Euro.

Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten
Neben den Mängeln bei Ladung und Gefahrgut stellten die Einsatzkräfte sieben Geschwindigkeitsverstöße fest. Insgesamt 16 Verstöße betrafen die Lenk- und Ruhezeiten sowie die vorgeschriebenen Aufzeichnungs- und Nachweispflichten. Darüber hinaus wurden technische Mängel an mehreren Fahrzeugen festgestellt. Betroffen waren unter anderem die Beleuchtung, die Bereifung, die Bremsanlage und die Windschutzscheiben. Insgesamt erhoben die Kontrollkräfte Bußgelder in Höhe von rund 7.400 Euro. Zudem fertigten sie zwei Strafanzeigen. Diese richteten sich gegen den Verdacht der illegalen Beschäftigung sowie der Fälschung beweiserheblicher Daten im Zusammenhang mit der Aufzeichnung von Lenk- und Ruhezeiten.

Polizei setzt auf gemeinsame Kontrollen
An der Großkontrolle waren neben der Polizei unter anderem das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM), das Regierungspräsidium Kassel, verschiedene Abteilungen des Landkreises Kassel, die Bundeswehr, das Gewerbeaufsichtsamt und das Umweltministerium Niedersachsen beteiligt. Das THW unterstützte die umfangreiche Maßnahme bei der Logistik und stellte die notwendige Infrastruktur für die Kontrollstelle bereit. Die Polizei Nordhessen wertet die hohe Zahl der festgestellten Verstöße als Hinweis darauf, dass spezialisierte Kontrollen im Schwerverkehr weiterhin erforderlich sind. Entsprechende Maßnahmen sollen deshalb auch künftig fortgeführt werden. Die enge Zusammenarbeit der beteiligten Behörden bleibt dabei ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit.

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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Polizei

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