40 Hektar in Flammen – Feuerwehr, Landwirte und Hubschrauber kämpfen gegen Großbrand bei Wolfhagen
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40 Hektar in Flammen – Feuerwehr, Landwirte und Hubschrauber kämpfen gegen Großbrand bei Wolfhagen

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Wolfhagen/Volkmarsen – Am Donnerstagnachmittag ist es auf einem Feld zwischen Wolfhagen-Viesebeck und Volkmarsen-Ehringen zu einem folgenschweren Flächenbrand gekommen. Ausgelöst wurde das Feuer durch den Brand einer Rundballenpresse. Rund 170 Einsatzkräfte kämpften bis in den späten Abend gegen die Flammen. Am Ende waren etwa 40 Hektar (400.000qm) Stoppelfeld, Vegetation und Buschwerk zerstört.

Gegen 15.15 Uhr wurden die Feuerwehren zunächst zu einem Brand einer Strohballenpresse alarmiert. Einsatzleiter Sebastian Swoboda hatte die gewaltige Rauchsäule bereits von seinem rund zehn Kilometer entfernten Wohnort aus gesehen und forderte noch während der Anfahrt vorsorglich weitere Einsatzkräfte nach. Vor Ort entwickelte sich die Lage innerhalb kürzester Zeit zu einem Großeinsatz. Durch den starken Wind breitete sich das Feuer rasant über das trockene Stoppelfeld aus. Während der Löscharbeiten drehte der Wind plötzlich, sodass die Flammenfront direkt auf die Einsatzkräfte zulief. Geistesgegenwärtig trennten die Feuerwehrleute ihre Schläuche von den Löschfahrzeugen, ließen diese zurück und brachten die Fahrzeuge zunächst in Sicherheit. Anschließend wurde ein neuer Löschangriff von einer anderen Seite aufgebaut. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung wurde das Alarmstichwort auf FWald 2 – Waldbrand groß mit Ausbreitungsgefahr – erhöht. Zahlreiche wasserführende Fahrzeuge wurden nachalarmiert. Auch Feuerwehren aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen unterstützten die Löscharbeiten. Darüber hinaus beteiligten sich zahlreiche Landwirte, die mit wassergefüllten Güllefässern und Tankanhängern im Pendelverkehr Löschwasser zur Einsatzstelle brachten. Nach rund 90 Minuten gelang es den Einsatzkräften, die kritische Phase zu überwinden und den Brand weitgehend unter Kontrolle zu bringen. Anschließend konzentrierten sich die Feuerwehrleute auf die aufwendigen Nachlöscharbeiten, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Löschhubschrauber angefordert
Bereits in der frühen Einsatzphase, als sich das Feuer unkontrolliert auszubreiten drohte, wurde ein Löschhubschrauber der Landespolizei aus Egelsbach in Südhessen angefordert. Obwohl der Brand bei dessen Eintreffen bereits weitgehend unter Kontrolle war, unterstützte die Besatzung die Einsatzkräfte aus der Luft in schwer zugänglichen Bereichen. Das Löschwasser nahm der Hubschrauber aus dem nahegelegenen Twistesee auf und warf es gezielt über den verbliebenen Glutnestern ab. Insgesamt fielen den Flammen rund 400.000 Quadratmeter beziehungsweise 40 Hektar Stoppelfeld, Vegetation und Buschwerk zum Opfer. Die Löscharbeiten zogen sich bis etwa 22 Uhr hin. Für den Freitag ist eine Brandnachschau vorgesehen, um mögliche Glutnester auszuschließen.

Ein außergewöhnlicher Einsatz
Der Einsatz verlangte den Feuerwehrkräften bei hohen Temperaturen und anhaltender Trockenheit alles ab. Besonders wurde darauf geachtet, dass die Einsatzkräfte regelmäßig ausreichend Flüssigkeit zu sich nahmen, um einer Dehydrierung vorzubeugen.
Einsatzleiter Sebastian Swoboda sprach im Anschluss von einem außergewöhnlichen Einsatz. Die Kombination aus extremer Trockenheit, hohen Temperaturen und den starken, ständig wechselnden Winden habe die Löscharbeiten erheblich erschwert. Solche Lagen seien glücklicherweise sehr selten. Trotz der dramatischen Entwicklung endete der Großeinsatz vergleichsweise glimpflich. Bis auf einige durch das Feuer beschädigte Schläuche wurden keine größeren Sachschäden an den Einsatzfahrzeugen verzeichnet. Verletzt wurde niemand.

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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Hessennews TV / Mike Heideck

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