Gießen – Ein von Aktivisten besetztes Gebäude der Justus-Liebig-Universität (JLU) in der Hein-Heckroth-Straße ist am Dienstagmorgen von der Polizei geräumt worden. Der Einsatz verlief nach Angaben der Behörden friedlich und ohne besondere Vorkommnisse. Insgesamt wurden zwölf Personen identifiziert. Gegen sie wird unter anderem wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung ermittelt.
Am Samstag besetzt worden
Ausgangspunkt der Besetzung war eine angemeldete Demonstration am Samstag unter dem Motto „Mieten, Kürzungen, Stadtentwicklung, Aufrüstung, Jugend und Kultur“. Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zunächst auf dem Berliner Platz versammelt. Während des Demonstrationszuges verließ ein Teil der Versammlung jedoch die zuvor vereinbarte Route und gelangte über den Ludwigsplatz sowie die Ludwigstraße in die Gartenstraße. Von dort aus besetzten mehrere Personen ein leerstehendes Gebäude der Justus-Liebig-Universität in der Hein-Heckroth-Straße. Die Universitätsleitung stellte daraufhin Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung und forderte die Räumung des Gebäudes. Die Polizei leitete einen größeren Einsatz ein, an dem eine niedrige dreistellige Zahl von Einsatzkräften beteiligt war.
Die Räumung begann am Dienstag gegen 6 Uhr und war gegen 10.30 Uhr abgeschlossen. Vor dem Gebäude sowie im Inneren stießen die Einsatzkräfte auf Barrikaden, die entfernt werden mussten. Außerdem öffnete die Polizei mehrere Türen und eine Dachluke mit technischem Gerät. Im Gebäude und auf dem Grundstück trafen die Beamten auf zehn Personen. Zwei weitere hatten sich bereits vor dem Eintreffen der Polizei auf das Dach begeben und dort Pyrotechnik gezündet. Während die zehn Personen das Gebäude freiwillig verließen und nach der Feststellung ihrer Personalien sowie der Erteilung von Platzverweisen entlassen wurden, weigerten sich die beiden Personen auf dem Dach zunächst, den Aufforderungen der Polizei nachzukommen. Speziell ausgebildete Polizeikräfte brachten die beiden schließlich mit Unterstützung einer Drehleiter der Gießener Feuerwehr sicher vom Dach. Nach der Identitätsfeststellung wurden auch sie entlassen. Die Polizei prüft zudem, ob den beiden die Kosten für den Feuerwehreinsatz in Rechnung gestellt werden können.
Insgesamt stellte die Polizei die Identität von zwölf Personen fest. Gegen alle Betroffenen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs sowie der Sachbeschädigung eingeleitet.
Immer informiert sein? Dann folgt uns auf Facebook: www.facebook.com/HessennewsTVSymbolfoto: © 2026 - Hessennews TV










Kommentare sind in diesem Artikel nicht erlaubt.