Hund macht sich aus dem Staub – und nimmt den Regionalexpress
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Hund macht sich aus dem Staub – und nimmt den Regionalexpress

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Gießen – Ein Hund hatte am Samstagvormittag für einen tierischen Polizeieinsatz im Regionalexpress zwischen Marburg und Gießen gesorgt. Der Vierbeiner hatte offenbar genug vom Alltag im Auto und beschloss kurzerhand, seine Reise mit der Deutschen Bahn fortzusetzen.

Bäckereibesuch endet mit ungeplanter Zugreise
Alles begann in Niederweimar/Lahn. Während seine Besitzerin kurz eine Bäckerei aufsuchen wollte, nutzte der Hund die Gelegenheit und verabschiedete sich unbemerkt aus dem Fahrzeug. Ob er sich nach einem Brötchen sehnte oder einfach ein neues Abenteuer suchte, ist bislang nicht bekannt. Eine Anwohnerin versuchte, den Ausreißer einzufangen. Der Hund zeigte sich allerdings wenig begeistert von diesem Vorhaben und machte das mit deutlichen Drohgebärden klar. Anschließend lief er in Richtung Bahnhof davon. Die Reiseplanung schien zu diesem Zeitpunkt bereits festzustehen.

Regionalexpress statt Gassi-Runde
Wenig später stieg der Vierbeiner offenbar in den Regionalexpress von Marburg nach Gießen ein. Ob er ein gültiges Ticket besaß, konnte bislang nicht geklärt werden. Eine Zugbegleiterin bemerkte den herrenlosen Fahrgast und stellte fest, dass dieser sich aggressiv verhielt. Da eine spontane Fahrkartenkontrolle mit anschließender Leinenpflicht nicht ohne Weiteres möglich war, brachte sich die Zugbegleiterin in Sicherheit und verständigte die Bundespolizei.

Vier Einsatzkräfte für einen Fahrgast auf vier Pfoten
Kurz darauf trafen vier Einsatzkräfte des Bundespolizeireviers Gießen im Zug ein. Die Beamten standen vor einer besonderen Herausforderung: Der Fahrgast war zwar klein, hatte aber offenbar klare Vorstellungen davon, wer ihm zu nahe kommen durfte. Mit viel Geduld, Ruhe und dem richtigen Gespür gelang es den Polizisten schließlich, das Vertrauen des Hundes zu gewinnen. Nach anfänglicher Skepsis legte sich die Aufregung, und der Vierbeiner konnte sicher eingefangen werden. Ob die Beamten dabei mit Leckerlis, beruhigenden Worten oder einfach mit überzeugender Polizeipräsenz arbeiteten, bleibt das Geheimnis des Einsatzes.

Happy End am Bahnsteig
Der kleine Ausreißer wurde zunächst in polizeiliche Obhut genommen. Mithilfe des ausgelesenen Mikrochips konnten die Einsatzkräfte anschließend seine Besitzerin ausfindig machen. Diese zeigte sich sichtlich erleichtert, ihren Vierbeiner wohlbehalten wieder in Empfang nehmen zu können. Die unfreiwillige Bahnreise hatte damit ein glückliches Ende. Ob er künftig wieder mit dem Auto fährt oder bereits über ein Deutschlandticket nachdenkt, ist nicht bekannt.

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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Polizei

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