Witzenhausen – Grüne aus Hessen, Niedersachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen haben am 18. Oktober bei einem Aktionstag in Witzenhausen ein Ende der Einleitung salzhaltiger Prozessabwässer in die Werra gefordert. Mit einem Banner an der Werrabrücke und einem gemeinsamen Positionspapier unter dem Titel „Kein Salz in Werra und Weser“ setzten sie sich für einen konsequenten Gewässerschutz ein.
Hintergrund war der Antrag des Kaliunternehmens K+S, die Einleitung von Produktionsabwässern über das Jahr 2027 hinaus bis 2039 fortzusetzen. Nach bisherigen Vereinbarungen sollte die Einleitung von Prozessabwässern aus der Kaliproduktion Ende 2027 enden. Zudem war eine schrittweise Verringerung der Salzbelastung vorgesehen.
Die beteiligten Politiker warnten davor, die bisherigen Fortschritte beim Gewässerschutz zu gefährden. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer betonte, dass die Salzbelastung nicht an Ländergrenzen haltmache. Kaya Kinkel aus Hessen und Britta Kellermann aus Niedersachsen forderten ebenfalls, an den vereinbarten Zielen festzuhalten. Auch Vertreter aus Thüringen und Nordrhein-Westfalen sprachen sich für eine weitere Entlastung der Flüsse aus. Sie forderten unter anderem eine schnellere Abdeckung der Salzhalden und verbindliche Vorgaben zur Verringerung der Belastung.
Mit ihrem gemeinsamen Positionspapier machten die Grünen deutlich, dass der Schutz von Werra und Weser eine länderübergreifende Aufgabe sei. Die Einleitung von Prozessabwässern müsse wie vereinbart Ende 2027 beendet werden.
Wir waren am Sonntag für die Hessenschau und den NDR vor Ort. / HR Beitrag ab Min. 9
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