Eichenprozessionsspinner: Rund 300 Eichen in Kassel befallen
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Eichenprozessionsspinner: Rund 300 Eichen in Kassel befallen

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Kassel – Der Eichenprozessionsspinner breitet sich weiter im Kasseler Stadtgebiet aus. Nach Angaben der Stadt sind aktuell etwa 300 städtische Eichen von einem Befall betroffen. Die betroffenen Bereiche werden regelmäßig kontrolliert, entdeckte Nester durch Fachfirmen entfernt. Die Stadt Kassel warnt davor, befallene Bäume und Bereiche zu betreten, und bittet Bürgerinnen und Bürger, verdächtige Stellen zu melden.

Raupen bilden gefährliche Gespinste

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, deren Raupen sich hauptsächlich an Eichen aufhalten. Zwischen Mai und Juli sind die Tiere besonders aktiv. In dieser Zeit entstehen typische Gespinste an Baumstämmen und Ästen. Ihren Namen haben die Raupen durch ihre auffällige Fortbewegung in langen Reihen hintereinander erhalten. Problematisch sind vor allem die feinen Brennhaare der Raupen. Sie können bei Kontakt Hautreizungen, Juckreiz, Rötungen und Schwellungen verursachen. In Einzelfällen können auch Atemwegsreizungen, Husten oder weitere gesundheitliche Beschwerden auftreten.

Stadt setzt auf Kontrolle und schnelle Entfernung

Die Stadt Kassel überprüft bekannte Befallsstellen regelmäßig und dokumentiert betroffene Bäume. Sobald Nester entdeckt werden, beauftragt die Stadt spezialisierte Unternehmen mit der Entfernung. Die Fachfirmen saugen die Nester unter besonderen Schutzmaßnahmen ab und entsorgen sie fachgerecht. Dadurch werden sowohl die Raupen als auch die gefährlichen Brennhaare beseitigt. Trotz der laufenden Kontrollen kann nicht ausgeschlossen werden, dass neue oder bislang unentdeckte Nester auftreten. Bereiche mit bestätigtem Befall werden bis zur Entfernung abgesperrt.

Keine Selbstentfernung durch Bürger

Die Stadt bittet darum, Raupen oder Nester nicht selbst anzufassen oder zu entfernen. Besonders Kinder und Haustiere sollten von betroffenen Eichen ferngehalten werden. Wer an städtischen Bäumen Raupen, Gespinste oder Nester entdeckt, kann dies dem Umwelt- und Gartenamt melden. Hinweise werden über die Behördennummer 115 oder per E-Mail an baumunterhaltung@kassel.de entgegengenommen.

Auch private Grundstücke betroffen

Bei Eichen auf privaten Grundstücken sind die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer für die Beseitigung eines Befalls verantwortlich. Die Stadt empfiehlt, bei einem Verdacht eine Fachfirma für Baumpflege einzuschalten. Auch auf städtischen Friedhöfen sowie auf landeseigenen Flächen wie der Karlsaue und dem Bergpark wird die Situation durch die zuständigen Stellen kontrolliert. Bei Bedarf werden dort entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Meldungen zu befallenen privaten Bäumen nimmt das Ordnungsamt Kassel unter hsog.ordnungsamt@kassel.de entgegen.

Mit regelmäßigen Kontrollen und der schnellen Entfernung entdeckter Nester will die Stadt Kassel mögliche Gesundheitsrisiken reduzieren und die sichere Nutzung von Parks, Grünanlagen und öffentlichen Bereichen gewährleisten.

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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Hessennews TV / Mike Heideck

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