Kassel – Im Botanischen Garten Kassel steht derzeit ein besonderes Naturereignis bevor: Das Kleine Nachtpfauenauge beginnt mit dem Schlüpfprozess aus seinen Kokons. Besucher können das Geschehen am Kakteenhaus in der Bosestraße 15 beobachten.
Das Schulbiologiezentrum Kassel bietet auch in diesem Jahr wieder Sondertermine an, bei denen das Schlüpfen der großen Nachtfalter live verfolgt werden kann. Ein weiterer öffentlicher Termin findet am Sonntag, den 26. April, statt. Treffpunkt ist jeweils vor dem Kakteenhaus im Botanischen Garten.
Wetter beeinflusst den Schlupf
Das Schlüpfen der Nachtpfauenaugen erfolgt üblicherweise zwischen Mitte und Ende April. Unter günstigen Bedingungen dauert der Vorgang nur wenige Sekunden. Allerdings kann sich der Zeitpunkt stark verschieben: Bei niedrigen Temperaturen oder Regen verbleiben die Tiere länger im Kokon. In Einzelfällen kann diese Entwicklungsphase sogar bis zu drei Jahre dauern.
Kurzes Leben als Falter
Nach dem Schlüpfen leben die Tiere nur etwa eine Woche. In dieser Zeit konzentrieren sie sich ausschließlich auf die Fortpflanzung. Die Weibchen setzen Duftstoffe frei, die die Männchen anlocken. Die Paarung erfolgt meist noch am selben Tag in der Nacht, was dem Tier seinen Namen „Nachtpfauenauge“ verleiht.
Das Kleine Nachtpfauenauge zählt zu den größten heimischen Nachtfaltern in Europa und ist für seine auffälligen Augenflecken auf den Flügeln bekannt, die der Abschreckung von Fressfeinden dienen.
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