Offenbach/Hessen – Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidium Südosthessen ist es in den vergangenen Monaten bei zuvor online oder per App vereinbarten Verkaufsgeschäften vereinzelt zu Straftaten gekommen. Die Polizei nimmt mehrere Fälle zum Anlass, Bürgerinnen und Bürger erneut für mögliche Gefahren zu sensibilisieren.
Offenbach
Bereits Anfang Februar 2026 hatte sich ein 23 Jahre alter Offenbacher in der „Hohe Straße“ im Bereich der 20er-Hausnummern in Offenbach am Main mit zwei bislang unbekannten Personen zu einem Verkaufsgespräch getroffen. Der Kontakt war zunächst über ein Verkaufsportal, später über einen Messengerdienst sowie telefonisch zustande gekommen. Nachdem es nicht zum Verkauf eines angebotenen Fahrzeugs kam, wurde der 23-Jährige nach eigenen Angaben beleidigt und mehrfach bedroht.
Dietzenbach
Zu einem handfesten Raub kam es bereits am 29. Januar 2026 in Dietzenbach. Ein 25-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen wollte gegen 17.45 Uhr „Am Stadtpark“ eine hochwertige Uhr erwerben, nachdem der Kauf zuvor über ein Online-Portal vereinbart worden war. Am Treffpunkt erwarteten ihn jedoch mindestens fünf Unbekannte. Die Gruppe raubte dem Mann seine mitgeführte Tasche, in der sich mehrere hundert Euro Bargeld sowie ein Mobiltelefon befanden. Anschließend flüchteten die Täter in einem weißen VW Golf.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei nicht von einem Zusammenhang zwischen den beiden geschilderten Taten aus. Seit Oktober 2025 wurden zudem weitere ähnliche Strafanzeigen unter anderem in Maintal, Rodenbach und Hanau aufgenommen.
Polizei gibt Verhaltenstipps
Vor dem Hintergrund der Vorfälle rät die Polizei zu besonderer Vorsicht bei privaten Verkaufs- oder Kaufabsprachen:
- Treffen Sie sich an belebten, öffentlichen Orten – möglichst in videoüberwachten Bereichen.
- Vereinbaren Sie Termine nach Möglichkeit tagsüber.
- Nehmen Sie eine Begleitperson mit und informieren Sie Freunde oder Familie über Ort und Zeit des Treffens.
- Prüfen Sie die Ware gründlich vor der Geldübergabe.
- Seien Sie wachsam, wenn Treffpunkte kurzfristig geändert werden oder Druck aufgebaut wird.
- Zeigen Sie sich misstrauisch, wenn Ihr Gegenüber keine persönlichen Daten preisgeben möchte.
- Bei besonders wertvollen Gegenständen wie Elektronik, Schmuck oder Fahrzeugen ist das Risiko erhöht – hier gilt besondere Vorsicht.
Im Falle einer Straftat sollte umgehend die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden. Zudem empfiehlt es sich, mögliche Beweise wie Chatverläufe oder Telefonnummern zu sichern.
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