Bad Hersfeld – Ein brennender LKW auf der A4 bei Bad Hersfeld hat am Donnerstagnachmittag einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst – und für eine ungewöhnliche Situation gesorgt. Vor Beginn der Löscharbeiten mussten Einsatzkräfte zunächst einen Holzverschlag aufbrechen, der um einen Hydranten gebaut worden war.
Gegen 14:50 Uhr wurde die Feuerwehr Bad Hersfeld sowie weitere Kräfte alarmiert. Auf der A4 in Fahrtrichtung Osten, etwa 1.000 Meter vor der Abfahrt Bad Hersfeld, stand ein mit Bitumen beladener Lastwagen unmittelbar an der ehemaligen Autobahnmeisterei in Brand. Das erste eintreffende Feuerwehrfahrzeug sperrte zunächst die Autobahn, um den vorbeifließenden Verkehr zu sichern. Kurz darauf erreichte das erste Löschfahrzeug die Einsatzstelle.
Hydrant eingebaut
Die Feuerwehrleute wollten parallel mit den Löscharbeiten beginnen und einen nahegelegenen Hydranten zur Wasserversorgung nutzen. Dabei erlebten die Einsatzkräfte jedoch eine Überraschung: Der Hydrant, der sich weniger als 100 Meter vom brennenden LKW entfernt befand, war nicht nur mit Absperrmaterial umstellt, sondern zusätzlich komplett mit einer großen Holzkonstruktion – eher einem kleinen Schuppen als einer einfachen Kiste – umbaut. Offenbar im Zuge der Bauarbeiten zur Verbreiterung und zum Neubau der A4 im Bereich der ehemaligen Autobahnmeisterei. Mit erheblichem Kraftaufwand mussten die Feuerwehrleute den Verschlag zunächst aufbrechen, bevor sie an den Hydranten gelangen konnten. Dadurch verzögerte sich der Aufbau der Wasserversorgung spürbar. Am Hydranten befand sich ein Wasserzähler, was darauf hindeuten könnte, dass dort eine Wasserentnahme offiziell genehmigt war. Wer letztlich für die komplette Verbauung des Hydranten verantwortlich ist, ist derzeit noch unklar und könnte Gegenstand weiterer Ermittlungen werden.
Der Brand des Bitumenlasters ging jedoch vergleichsweise glimpflich aus. Die Feuerwehr konnte das Feuer rechtzeitig unter Kontrolle bringen, sodass der LKW anschließend aus eigener Kraft – begleitet von der Feuerwehr – zu einem Betriebshof nach Bad Hersfeld fahren konnte. Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Schadens liegen bislang keine Angaben vor.
Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich darauf hin, dass Hydranten jederzeit frei zugänglich sein müssen, da im Ernstfall jede Minute zählt – und eine schnelle Wasserversorgung im Einsatz sogar Menschenleben retten kann.
Quelle: www.tvnews-hessen.com
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