Kaufungen – Ein Waldbrand hat am Mittwochnachmittag die Feuerwehren im Bereich Kaufungen gefordert. Gegen 15.45 Uhr wurden zunächst die Feuerwehren aus Kaufungen, Helsa und Nieste mit dem Alarmstichwort „FWald 2“ zu einem Waldbrand alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar.
Aufgrund der Lage wurden schnell weitere Einsatzkräfte nachgefordert. Zum Einsatz kamen unter anderem die Katastrophenschutzzüge für Wald- und Vegetationsbrände aus Habichtswald/Zierenberg und Naumburg. Beide Einheiten sind speziell für die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden ausgerüstet. Zusätzlich wurden Abrollbehälter Wasser aus Wolfhagen und Baunatal eingesetzt. Im weiteren Einsatzverlauf kamen sämtliche Abrollbehälter Wasser des Landkreises Kassel zum Einsatz, darunter auch Fahrzeuge aus Hofgeismar und Fuldatal. Mehrere Notrufe gingen bei den Leitstellen ein. Besonders hilfreich war der Anruf eines Zeugen, der den Einsatzkräften den Brandort im Wald genau beschreiben konnte. Die Rauchentwicklung war bereits aus größerer Entfernung deutlich zu sehen. Als die ersten Feuerwehrkräfte die Einsatzstelle tief im Wald im Bereich der Auerhans-Hütte erreichten, standen bereits eine größere Flächen in Flammen. Das Feuer breitete sich stark aus. Eine besondere Gefahr bestand für eine nahegelegene Fichtenschonung (Abgegrenztes Gebiet junger, zur Aufforstung gepflanzter Fichten). Ein Übergreifen der Flammen auf den dicht bewachsenen Bestand musste unbedingt verhindert werden, da Fichte sehr schnell brennt durch das Harz.
3.600 qm Waldfläche betroffen
Die Einsatzstelle lag zudem in einer Sackgasse und war für die Löschfahrzeuge nur schwer zu erreichen. Deshalb musste eine lange Schlauchleitung bis zur Brandstelle verlegt werden. Zusätzlich wurden Faltbehälter für das Löschwasser aufgebaut. Insgesamt waren rund 90.000 Liter Wasser im Pendelverkehr zur Einsatzstelle unterwegs. Auch eine Drohnenstaffel aus Fuldatal wurde zur Unterstützung alarmiert. Die Luftaufnahmen ermöglichten es den Einsatzkräften, die Brandfläche und mögliche Glutnester aus der Luft zu überwachen. Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte sowie mehrere Landwirte an den Löscharbeiten beteiligt. Durch den massiven Einsatz konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Gegen 17.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die aufwendigen Nachlöscharbeiten dauerten jedoch noch bis etwa 21.30 Uhr. Insgesammt brannten rund 3.600 Quadratmeter Waldfläche. Die Brandstelle wurde anschließend über Nacht durch HessenForst beobachtet. Eine weitere Kontrolle durch die Feuerwehr erfolgte am Donnerstag gegen Mittag.
Landwirtschaftliches Fahrzeug offenbar Auslöser
Nach Angaben der Polizei deutet derzeit vieles darauf hin, dass ein landwirtschaftliches Fahrzeug den Brand ausgelöst hat. Eine Wiese, die zur späteren Aufforstung vorgesehen war, sollte gemäht werden. Dabei geriet die Fläche offenbar in Brand. Der Fahrer des Schleppers konnte sein Fahrzeug noch rechtzeitig in Sicherheit bringen und setzte anschließend den Notruf ab. Dadurch war den Einsatzkräften frühzeitig bekannt, wo sich die Brandstelle im Wald befand. Der Mann unternahm zunächst eigene Löschversuche, konnte das Feuer jedoch nicht unter Kontrolle bringen. Die alarmierten Feuerwehrkräfte trafen schließlich auf den Schlepperfahrer und brachten ihn aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit. Anschließend konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die Brandbekämpfung und den Schutz der angrenzenden Fichtenschonung.
Dank des schnellen und umfangreichen Einsatzes konnte verhindert werden, dass sich der Waldbrand weiter ausbreitete.
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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Hessennews TV / Mike Heideck und Feuerwehr Kaufungen




















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