Holländische Straße: 150 Schaulustige erschwerten Rettungseinsatz nach schwerem Unfall in Kassel
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Holländische Straße: 150 Schaulustige erschwerten Rettungseinsatz nach schwerem Unfall in Kassel

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Kassel – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Holländischen Straße in Kassel sind am Dienstagnachmittag drei Menschen schwer verletzt worden. Ein 61 Jahre alter Autofahrer erlitt so schwere Verletzungen, dass eine Lebensgefahr derzeit nicht ausgeschlossen werden kann. Der Bereich rund um die Unfallstelle war bis in den Abend hinein gesperrt.

Gegen 17.40 Uhr waren bei der Leitstelle der Feuerwehr Kassel mehrere Notrufe eingegangen. Gemeldet wurde ein Zusammenstoß zwischen zwei Pkw an der Einmündung zur Fichtnerstraße, bei dem eine Person im Fahrzeug eingeklemmt worden sein sollte. Daraufhin rückten der Rüstzug der Berufsfeuerwehr von der Feuerwache 1 sowie mehrere Einheiten des Rettungsdienstes zur Einsatzstelle aus. Vor Ort bestätigte sich die Lage. Nach Angaben der Feuerwehr waren insgesamt drei Menschen verletzt worden. Eine schwer verletzte Person war in einem Fahrzeug eingeschlossen und musste mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Wagen befreit werden. Anschließend übergaben die Einsatzkräfte den Patienten an den Rettungsdienst. Alle drei Verletzten wurden zur weiteren Behandlung in Kasseler Krankenhäuser gebracht. Der Feuerwehreinsatz war nach rund 30 Minuten beendet.

Zeugen: PKW war zu schnell unterwegs
Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wollte ein 61-jähriger VW-Fahrer aus Kassel stadtauswärts auf der Holländischen Straße nach links in die Fichtnerstraße abbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem vorfahrtsberechtigten Audi, der von einem 26-jährigen Kasseler stadteinwärts gefahren wurde. Nach Aussagen von Zeugen soll der Audi mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Durch die Wucht des Aufpralls kam der VW auf den Straßenbahnschienen und der Fahrbahn zum Stehen. Der Audi wurde über den Gehweg geschleudert und kam schließlich in einer Hecke zum Stillstand. Neben den beiden Fahrern wurde auch die 44-jährige Beifahrerin des Audi schwer verletzt. Sie hatte die Unfallstelle zunächst zu Fuß verlassen, konnte jedoch kurze Zeit später von Polizeikräften in der Nähe aufgefunden und vom Rettungsdienst versorgt werden.

150 Schaulustige erschwerten die Rettungsarbeiten
Nach Angaben der Polizei erschwerten zudem mehr als 150 Schaulustige die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich. Zusätzliche Polizeistreifen mussten angefordert werden, um die Unfallstelle zu räumen und die Unfallaufnahme sowie die Zeugenbefragungen zu ermöglichen. Der Bereich um die Unfallstelle blieb bis 21 Uhr für die Rettungs-, Bergungs- und Ermittlungsarbeiten gesperrt. Ein Unfallgutachter wurde zur Klärung des Hergangs hinzugezogen. Die Sperrung führte zu erheblichen Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr. Beide Fahrzeuge wurden sichergestellt und abgeschleppt. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.

Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.
Die Polizei sucht weitere Zeugen, die den Unfall beobachtet haben. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561/9100 entgegen.

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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Feuerwehr Kassel

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