Bundesweit/Hessen – Bei einer bundesweiten Schwerpunktkontrolle im Baugewerbe hat das Hauptzollamt Gießen mehrere Baustellen in Nord-, Ost- und Mittelhessen überprüft. Rund 100 Einsatzkräfte kontrollierten Arbeitgeber und Beschäftigte unter anderem auf Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht, Mindestlohnvorgaben sowie die ordnungsgemäße Anmeldung zur Sozialversicherung.
Im Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamtes wurden 223 Arbeiter von 73 Firmen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt und zahlreiche Unterlagen geprüft. Bundesweit waren mehr als 3.200 Zollkräfte im Einsatz.
Dabei kam es zu mehreren Festnahmen: Drei moldawische Männer im Alter von 28 bis 34 Jahren wurden auf einer Baustelle im Landkreis Fulda wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts vorläufig festgenommen. In Gießen trafen die Einsatzkräfte einen 56-jährigen Belarussen ohne gültigen Aufenthaltstitel an. Auf einer Baustelle in Kassel konnten zudem drei Serben und ein Moldawier keine ausreichenden Arbeits- und Aufenthaltspapiere vorlegen. Die zuständigen Ausländerbehörden wurden eingeschaltet. Darüber hinaus besteht bei 16 Beschäftigten der Verdacht auf Scheinselbstständigkeit, in zwei Fällen wird wegen möglicher Mindestlohnverstöße ermittelt. Insgesamt leitete der Zoll ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und sieben Strafverfahren ein.
Die weiteren Ermittlungen laufen. Die erhobenen Daten werden nun mit den Geschäftsunterlagen der betroffenen Unternehmen abgeglichen. Laut Hauptzollamt Gießen wurden im vergangenen Jahr allein in der Baubranche Schäden für Sozial- und Steuerkassen von mehr als 13 Millionen Euro aufgedeckt.
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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Polizei Zoll Gießen









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