Eisloch und Badeutensilien am Stellbergsee: Großeinsatz mit Unterwasserdrohne
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Eisloch und Badeutensilien am Stellbergsee: Großeinsatz mit Unterwasserdrohne

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Guxhagen – Großeinsatz für die Rettungskräfte am Montagnachmittag am Stellbergsee nahe Wollrode. Ein Passant hatte beim Spaziergang um den See ein Eisloch entdeckt. In unmittelbarer Nähe des Ufers fanden sich zudem eine Badematte sowie Badelatschen. Aus Sorge um eine mögliche Notlage alarmierte der Mann gegen 14.50 Uhr umgehend die Feuerwehr.

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Daraufhin rückte ein Großaufgebot von Feuerwehr, DLRG sowie Tauchern der Berufsfeuerwehr Kassel zum Stellbergsee aus. Vor Ort wurde zunächst der Uferbereich rund um den See intensiv abgesucht. Parallel dazu überprüfte ein Taucher den Nahbereich des Eislochs, das zwischenzeitlich bereits wieder leicht zugefroren war.
Einsatzkräfte der DLRG begaben sich in speziellen Überlebensanzügen auf das Eis und vergrößerten das Loch, um eine weitere Suche zu ermöglichen. Bis zu diesem Zeitpunkt blieben alle Maßnahmen jedoch ohne Ergebnis. Im weiteren Verlauf kam eine in Nordhessen einmalige Unterwasserdrohne zum Einsatz. Sie sollte die Taucher entlasten und suchte den Bereich unter der Eisdecke großflächig ab, auch in tieferen Zonen. Doch auch diese Maßnahme brachte keinen Hinweis auf eine verunglückte Person.

Die Suche gestaltete sich aufgrund der Eisdecke und der trüben Sichtverhältnisse im Wasser äußerst schwierig. Da bis zum späten Nachmittag keine Person als vermisst gemeldet war und es keine weiteren konkreten Anhaltspunkte gab, wurde der Einsatz gegen 17.25 Uhr beendet. Eine erneute Suche am Folgetag ist derzeit nicht vorgesehen.
Rund 50 Einsatzkräfte waren etwa drei Stunden im Einsatz. Einsatzleiter Markus Brandenstein lobte die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Gleichzeitig mahnte er eindringlich davor, Eisflächen zu betreten: „Es besteht allerhöchste Lebensgefahr.“ Während die Eisdecke im schattigen Bereich stellenweise bis zu zehn Zentimeter dick war, zeigte sie sich in sonnigen Abschnitten deutlich dünner.

Die Polizei stellte die am Ufer gefundenen Badeutensilien sicher. Die Ermittlungen dauern an.

Ein ähnlicher Einsatz hatte sich erst vor Kurzem in Marienhagen (Waldeck Frankenberg) ereignet (-Wir berichteten-). Auch dort wurde auf einem Fischteich ein Eisloch entdeckt. In unmittelbarer Nähe fanden Einsatzkräfte einen Kinderschlitten sowie einen Stuhl, was ebenfalls einen Großeinsatz der Rettungskräfte auslöste. Trotz einer umfangreichen Suche konnte auch in diesem Fall keine verunglückte Person aufgefunden werden.

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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Hessennews TV / Mike Heideck

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