Hessisch Lichtenau – Nach der am Samstag bekannt gewordenen Verunreinigung des Trinkwassers in Hessisch Lichtenau wird abgefülltes Trinkwasser in den örtlichen Supermärkten zunehmend knapp. Bereits am Montag waren in mehreren Märkten die Bestände an herkömmlichem Trinkwasser ausverkauft. Verbraucher sollten sich daher auf mögliche Engpässe einstellen und gegebenenfalls längere Wege in Kauf nehmen, um Trinkwasser zu besorgen. Es empfiehlt sich, die Versorgung entsprechend zu planen.
Trinkwasser kann weiterhin abgekocht werden
Trotz der Engpässe bei abgefülltem Wasser besteht weiterhin die Möglichkeit, das Leitungswasser nach den geltenden Vorgaben aufzubereiten. Dazu muss es mindestens drei Minuten sprudelnd abgekocht werden. Anschließend kann es abgekühlt und für die entsprechenden Zwecke verwendet werden. Wichtig ist, dass das Abkochgebot bis zu einer ausdrücklichen Freigabe weiterhin gilt. Unbehandeltes Leitungswasser darf bis dahin nicht zum Trinken oder für andere Anwendungen verwendet werden, bei denen Wasser aufgenommen werden kann.
Erste Freigabe frühestens am 24. Oktober möglich
Unterdessen hat die Stadt Hessisch Lichtenau eine erste Einschätzung zum weiteren Verlauf veröffentlicht. Demnach könnten die ersten Stadtteile einschließlich der Kernstadt frühestens ab Samstag, dem 24. Oktober 2026, wieder für die Trinkwasserversorgung freigegeben werden. Eine endgültige Freigabe erfolgt jedoch ausschließlich durch das zuständige Gesundheitsamt. Bis zu einer offiziellen Entwarnung müssen die Bürger die geltenden Vorsichtsmaßnahmen weiterhin beachten.
Kritik an Informationspolitik
Zudem gab es mehrere Beschwerden über die aus Sicht von Bürgern unzureichende Informationsweitergabe zur Trinkwasserverunreinigung. Kritisiert wurde unter anderem, dass über bekannte Warn-Apps wie NINA oder KATWARN offenbar keine entsprechende Warnmeldung verbreitet wurde. Besonders kritisch ist die Informationslage für Menschen, die keine sozialen Medien nutzen und wichtige Warnmeldungen daher möglicherweise erst verspätet erreichen. Dazu zählen insbesondere ältere Menschen, die auf eine rechtzeitige Information über offizielle Warnkanäle angewiesen sein können.
Wann die Trinkwasserversorgung in allen betroffenen Stadtteilen wieder uneingeschränkt möglich sein wird, bleibt vorerst offen.
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