THW-Einsatzkräfte nach Erdbebenmission in Venezuela zurückgekehrt
Dieser Artikel ist unter der ID: 65765 in unserem System gelistet.

THW-Einsatzkräfte nach Erdbebenmission in Venezuela zurückgekehrt

Dieser Artikel wurde 8.404 mal gelesen.

Deutschland/Venezuela – Nach ihrem Einsatz im Erdbebengebiet in Venezuela sind 48 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) am Freitag nach Deutschland zurückgekehrt. Rund eine Woche lang unterstützten die Spezialkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) im Auftrag der Bundesregierung die internationalen Rettungsmaßnahmen in der Region um die Hauptstadt Caracas.

Unmittelbar nach ihrer Ankunft begannen die Helfer mit der Suche nach Verschütteten. In der Küstenstadt Caraballeda in der Region La Guaira durchkämmten sie eingestürzte Gebäude zunächst mit Rettungshunden und anschließend mit technischen Ortungsgeräten. Zahlreiche Einsatzstellen wurden dabei systematisch untersucht. Überlebende konnten die THW-Kräfte jedoch nicht mehr finden. Nach Angaben des THW war die Hoffnung auf Rettungen aufgrund der seit dem Erdbeben verstrichenen Zeit und der tropischen Temperaturen zuletzt äußerst gering. Die Suche wurde deshalb in Abstimmung mit den venezolanischen Behörden am Mittwoch beendet. Für viele Angehörige habe die Arbeit der Einsatzkräfte dennoch Klarheit über das Schicksal vermisster Menschen gebracht.

Neben den Suchmaßnahmen übernahmen THW-Kräfte gemeinsam mit spanischen Einsatzteams auch die Koordination eines internationalen Einsatzabschnitts. Insgesamt arbeiteten dort zehn Rettungseinheiten die ihnen zugewiesenen Schadensstellen systematisch ab. Ein Teil der deutschen Hilfsausrüstung bleibt dauerhaft im Katastrophengebiet. Rund fünf Tonnen Material, darunter Zelte, Stromerzeuger und weitere Ausrüstung, wurden dem Venezolanischen Roten Kreuz übergeben und werden künftig in einem Feldhospital eingesetzt. Darüber hinaus erhielt ein örtliches Krankenhaus Medikamente aus Deutschland. Auch die Deutsche Botschaft in Caracas wurde durch das THW unterstützt. Zwei Fachkräfte überprüften beschädigte Gebäude auf ihre Standfestigkeit, koordinierten Hilfslieferungen und unterstützten die Einsätze weiterer deutscher Organisationen, darunter die Johanniter-Unfall-Hilfe mit ihrem medizinischen Soforthilfe-Team.

THW-Präsidentin Sabine Lackner dankte den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen. Sie hätten Deutschland als verlässlichen Partner der internationalen Katastrophenhilfe vertreten und außergewöhnliches Engagement gezeigt. Nun wünsche sie allen zurückgekehrten Einsatzkräften eine wohlverdiente Erholung. Die entsandten THW-Helfer stammten aus Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Finanziert wurde der Auslandseinsatz durch das Auswärtige Amt. Den strategischen Lufttransport übernahm die Bundeswehr.

Immer informiert sein? Dann folgt uns auf Facebook: www.facebook.com/HessennewsTV

Foto/Fotostrecke: © 2026 - Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)

Wettervorschau:

Aktuell keine Wetterwarnung

Kommentare sind in diesem Artikel nicht erlaubt.