Frankfurt am Main – Ein außergewöhnlicher Rettungseinsatz hat am Donnerstag die Feuerwehr Frankfurt am Main am Commerzbank-Hochhaus in der Großen Gallusstraße gefordert. Zwei Fassadenreiniger saßen in einem Arbeitskorb in rund 240 Metern Höhe fest, nachdem dieser aufgrund eines technischen Defekts nicht mehr bewegt werden konnte. Der Sonderdienst „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ (SRHT) wurde alarmiert und brachte die beiden Arbeiter mithilfe von Seiltechnik in Sicherheit. Beide blieben unverletzt.
Windböen schleudern Arbeitsbühne weg
Während des Einsatzes verschärfte sich die Lage jedoch erheblich. Durch starke Windböen wurde der Arbeitskorb aus seiner stabilen Position gedrückt und zeitweise bis zu acht Meter von der Fassade des Hochhauses weggeschleudert. Anschließend prallte der Korb mehrfach gegen die Glasfassade. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits zwei Höhenretter im Korb.
Erstmals kam bei einem Einsatz der Frankfurter Höhenretter eine neu angeschaffte Akku-Seilwinde zum Einsatz. Das Gerät ermöglichte es den Einsatzkräften, sich innerhalb kürzester Zeit aus dem schwingenden Arbeitskorb nach oben in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben der Feuerwehr trug die Seilwinde entscheidend dazu bei, die Rettungsmaßnahmen zu beschleunigen und die Einsatzkräfte vor einer akuten Gefährdung zu schützen. Ein wesentlicher Faktor für den erfolgreichen Einsatz war nach Angaben der Feuerwehr die enge Zusammenarbeit mit dem für das Hochhaus zuständigen Property Management. Regelmäßige Übungen am Commerzbank-Hochhaus hätten dafür gesorgt, dass die Höhenretter mit den baulichen Gegebenheiten und den technischen Einrichtungen bestens vertraut waren.
„Der starke Wind hat die Rettungsarbeiten erheblich erschwert. Dank der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Objektbetreiber und der regelmäßigen Übungen am Commerzbank-Hochhaus kannten wir die örtlichen Gegebenheiten genau und konnten auf diese außergewöhnliche Einsatzlage vorbereitet reagieren“, erklärte Fabian Ommert, Einheitsführer des SRHT.
Nachdem die beiden Fassadenreiniger gerettet worden waren, gelang es einem Techniker der Betreiberfirma, den weiterhin im Wind schwingenden Arbeitskorb sicher auf dem Dach des Hochhauses abzustellen.
Für Axel Manz, einen europaweit anerkannten Ausbilder im Bereich der Höhenrettung, besitzt der Einsatz eine besondere Bedeutung. Nach seiner Einschätzung handelt es sich um die bislang höchste Rettung im urbanen Raum Deutschlands. Die Entscheidung, die beiden Arbeiter nach oben zu retten, sei unter den herrschenden Wetterbedingungen alternativlos gewesen. Ein Ablassen des Arbeitskorbs nach unten hätte aufgrund der starken Windverhältnisse ein erhebliches Sicherheitsrisiko dargestellt.
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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Feuerwehr Frankfurt am Main













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