Frankenberg (Eder) – Im Ortsteil Viermünden, wurde bei Erdarbeiten eine Phosphorgranate aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Beim Kontakt mit Sauerstoff kam es bei dem aufgefundenen Kampfmittel zu einer Reaktion mit Rauchentwicklung. Der Fundbereich wurde daraufhin sofort abgesperrt und weiträumig gesichert. Der alarmierte Kampfmittelräumdienst übernahm die weitere Sicherung vor Ort. Eine anschließende Überprüfung des Areals ergab keine weiteren Kampfmittel im Boden.
Die gefundene Phosphorgranate wurde vom Kampfmittelräumdienst geborgen und zur kontrollierten Vernichtung abtransportiert. Während des Einsatzes mussten neun Bewohner ihre Häuser vorsorglich verlassen, da diese im Evakuierungsbereich lagen.
Erklärung: Phosphorgranaten
Phosphorgranaten sind Munition aus früheren Kriegen, die weißen Phosphor enthalten. Dieser Stoff entzündet sich bereits bei Kontakt mit Sauerstoff und erzeugt dabei intensive Hitze sowie starken Rauch. Solche Kampfmittel bleiben auch Jahrzehnte nach dem Krieg gefährlich, da der enthaltene Phosphor weiterhin reaktionsfähig ist und bei Freilegung unerwartet reagieren kann.
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