120 Einsatzkräfte probten Waldbrand-Szenario bei Schauenburg
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120 Einsatzkräfte probten Waldbrand-Szenario bei Schauenburg

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Schauenburg – Mit einer Alarmübung haben am Samstag zahlreiche Einsatzkräfte aus dem Landkreis Kassel den Ernstfall geprobt. Unter dem Übungsnamen „Roter Fuchs“ wurden die Katastrophenschutzlöschzüge der Feuerwehren Habichtwald/Zierenberg, Bad Emstal/Naumburg und Schauenburg sowie der 2. Betreuungszug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) um 9:00 Uhr alarmiert. Insgesamt nahmen rund 120 Einsatzkräfte an der groß angelegten Übung teil.

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Das Besondere: Die beteiligten Kameradinnen und Kameraden wussten im Vorfeld lediglich, dass an diesem Tag eine Übung stattfinden würde – weder Uhrzeit noch das konkrete Szenario waren bekannt. So konnte eine möglichst realitätsnahe Einsatzsituation geschaffen werden.

Übungsort war ein Waldstück entlang der L3220 zwischen Schauenburg-Breitenbach und Bad Emstal-Sand. Angenommen wurde ein sich aufgrund anhaltender Trockenheit entwickelnder Waldbrand in der Gemarkung Schauenburg. Die Katastrophenschutzzüge 11 und 12 übernahmen die Brandbekämpfung in zwei Einsatzabschnitten, während der Katastrophenschutzzug 08 die Löschwasserversorgung aus offenen Gewässern sicherstellte. Zusätzliche Unterstützung kam von der Freiwilligen Feuerwehr Wolfhagen, die mit einem Wechselladerfahrzeug und dem AB Wasser im Pendelverkehr Löschwasser aus dem Trinkwassernetz in Bad Emstal zu zwei Löschwasserbehältern mit jeweils 10.000 Litern Fassungsvermögen transportierte. Der Betreuungszug des DRK übernahm die Verpflegung der Einsatzkräfte sowie sanitätsdienstliche Aufgaben.

Im Mittelpunkt der Übung standen vor allem taktische Maßnahmen der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. Dazu zählten der Aufbau von Riegelstellungen zur Eindämmung des Feuers, das Arbeiten mit Kaskadentechnik, das Setzen von Ankerpunkten sowie die Flankensicherung. Auch die Brandbekämpfung im unwegsamen Gelände und der Aufbau einer Kreisregnerstrecke wurden intensiv trainiert. Der Löschwasserförderzug errichtete eine Wasserentnahmestelle aus einem offenen Gewässer und baute eine Förderstrecke von über einen Kilometer mit einer Leistung von rund 800 Litern pro Minute auf. Dabei wurden auch Schlauchmanagement und das Verlegen von Schlauchquerungen mittels Schlauchbrücken geübt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kommunikation – sowohl innerhalb der einzelnen Züge als auch zwischen Zugführungen und Einsatzleitung. Auch die Abstimmung zwischen den verschiedenen Organisationen wurde unter realitätsnahen Bedingungen getestet.

Die Übung „Roter Fuchs“ verdeutlichte die hohe Bedeutung gut abgestimmter Zusammenarbeit im Katastrophenschutz – insbesondere mit Blick auf zunehmende Trockenperioden und die damit steigende Waldbrandgefahr.

Unser Material war auch am Samstag Thema in der Hessenschau.

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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Hessennews TV / Mike Heideck

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