Hessisch Lichtenau – Am Ostermontag ist es auf der B487 in Richtung Walburg zu einem ungewöhnlichen Feuerwehreinsatz gekommen. Gegen 22 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Lkw-Unfall in Höhe des Rasthofs alarmiert. Ein Lastwagen war dort aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben geraten.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte der Rettungsdienst fest, dass der 35-jährige Fahrer augenscheinlich unverletzt war. Für Verwunderung sorgte jedoch sein Verhalten: Der Mann weigerte sich zunächst, die Fahrerkabine zu verlassen und reagierte weder auf die Ansprache der Rettungskräfte noch der Polizei. Stattdessen verschloss er immer wieder die Fenster und zog die Vorhänge zu. Die Feuerwehr unterstützte den Einsatz, indem sie die Unfallstelle ausleuchtete und eine Rettungsplattform für einen möglichen Zugriff bereitstellte. Parallel dazu wurde die Polizei mit einem Großaufgebot hinzugezogen – insgesamt waren sechs Streifenwagen sowie mehrere Beamtinnen und Beamte, darunter auch ein Hundeführer, im Einsatz. Erst nach intensiven Gesprächen und mit Hilfe einer russisch sprechenden Polizeibeamtin konnte der Fahrer schließlich dazu bewegt werden, den Lkw freiwillig zu verlassen. Im weiteren Verlauf wurde er vorläufig festgenommen. Gegen ihn besteht der Verdacht, unter dem Einfluss von Medikamenten gestanden und dadurch den Straßenverkehr gefährdet zu haben. Eine Blutentnahme wurde angeordnet.
Die B487 war während des Einsatzes bis etwa Mitternacht voll gesperrt. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt. Der verunfallte Lkw musste nun durch ein Bergungsunternehmen aus dem Graben geborgen werden.
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