Schrottauto mit „neuer HU“ gestoppt – Ermittlungen gegen Prüfer
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Schrottauto mit „neuer HU“ gestoppt – Ermittlungen gegen Prüfer

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Pfungstadt – Auf der Autobahn A67 hat eine Streife des Polizeipräsidiums Südhessen ein Fahrzeug mit erheblichen Sicherheitsmängeln aus dem Verkehr gezogen. Wie die Polizei mitteilte, kontrollierten die Beamten einen Volkswagen, der bereits auf den ersten Blick einen technisch mangelhaften Eindruck machte.

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Der 50 Jahre alte Fahrer gab gegenüber den Einsatzkräften an, dass das Fahrzeug erst kurz zuvor eine neue Hauptuntersuchung ohne festgestellte Mängel erhalten habe. Diese Aussage bestätigte sich im Zuge der weiteren Ermittlungen tatsächlich – dennoch kamen den Polizisten Zweifel, da bereits bei der ersten Kontrolle mehrere gravierende Defekte auffielen. Unter anderem leuchteten Warnanzeigen für ABS und ESP im Cockpit auf, zudem ließ sich die Fahrertür nicht öffnen.

47 Mängel aber TÜV neu
Das Fahrzeug wurde daraufhin von einem Sachverständigen überprüft. Das Ergebnis: Insgesamt 47 Mängel wurden festgestellt, das Auto wurde als verkehrsunsicher eingestuft. Unter anderem waren drei von vier Fahrwerksfedern gebrochen, tragende Karosserieteile stark durchgerostet und teilweise unsachgemäß repariert. Zudem wiesen Bremsleitungen erhebliche Korrosionsschäden auf, die Auspuffanlage war undicht und der Motor verlor deutlich Öl. Auch die sicherheitsrelevanten Assistenzsysteme funktionierten nicht.

Die Polizei untersagte die Weiterfahrt, stellte die Kennzeichen sicher und zog die Zulassungsbescheinigung ein. Gegen den Prüfer der verantwortlichen Prüforganisation wird nun wegen des Verdachts der Falschbeurkundung im Amt ermittelt.

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