Vöhl – Großer Schreck am Sonntagnachmittag im Vöhler Ortsteil Marienhagen: Ein besorgter Anwohner alarmierte gegen 15.45 Uhr die Rettungskräfte, nachdem er an einem Fischteich in der Nähe des Freibades eine beunruhigende Entdeckung gemacht hatte. Auf dem zugefrorenen Teich befand sich im mittleren Bereich ein Loch im Eis, das groß genug war, dass eine Person hätte einbrechen können. Direkt vor der Öffnung lagen ein Kinderschlitten, ein sogenannter „Poporutscher“, sowie ein Stuhl. Zudem wurden am umzäunten Teich Spuren festgestellt, die darauf hindeuteten, dass jemand über den Zaun geklettert war. Aufgrund dieser Umstände wurde die Meldung sehr ernst genommen.
Neben mehreren Kräften der Feuerwehr wurde auch die DLRG mit Tauchern alarmiert. Als erste Maßnahme wurde ein Boot der Teichgemeinschaft genutzt, um mit Einsatzkräften in Überlebensanzügen auf den Teich zu gelangen. Das Eis wurde anschließend Stück für Stück aufgebrochen. Parallel dazu suchten Taucher den Teich systematisch ab. Der Einsatz gestaltete sich äußerst kräftezehrend. Bis etwa 19 Uhr arbeiteten die rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DLRG unermüdlich an der Suche. Mühsam wurden schwere Eisplatten aufgebrochen und teilweise aus dem Wasser getragen. Letztlich verlief der Einsatz glücklicherweise ohne Feststellung einer Person im Wasser.
Wie die Einsatzleitung mitteilte, war das Eis nicht überall tragfähig. Während es an einigen Stellen eine Dicke von etwa zehn bis zwölf Zentimetern aufwies, war es an anderen Bereichen deutlich dünner. Trotz der umfangreichen Suchmaßnahmen könne nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden, dass noch jemand im Teich ist. Positiv sei jedoch, dass bis zum Abbruch der Suche keine Person als vermisst gemeldet wurde.
Vorsorglich wurden Anwohner über WhatsApp-Gruppen informiert und gebeten, insbesondere bei Kindern nachzuschauen, ob alle wohlauf sind.
Warum sich der Kinderschlitten und der Stuhl auf dem Eis befanden, bleibt weiterhin ungeklärt. Fest steht jedoch, dass der meldende Anwohner absolut richtig gehandelt hat. Der Kinderschlitten wurde von der Polizei sichergestellt. Einsatzleiter Marco Amert betonte im Anschluss nochmals eindringlich, dass Eisflächen grundsätzlich nicht betreten werden sollten, sofern sie nicht ausdrücklich zum Betreten freigegeben sind.
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Foto/Fotostrecke: © 2026 - Hessennews TV / Mike Heideck




























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